Ich kenne Theo van der Hoeven seit 1992. Kurz nach dem Fall der Mauer habe ich ihn in Amersfoort besucht. Er war zu diesem Zeitpunkt eine wichtige Person in der deutschen Jugendkunstschullandschaft. Von dort hatte ich auch die Empfehlung, ihn zu kontaktieren. Klax war zu diesem Zeitpunkt ein unscheinbares Kinderkunstprojekt, ohne finanzielle Mittel und Verbreitung über Berlin-Pankow hinaus.

Um Kindern ein guter Partner zu sein, braucht es tiefes Nachdenken über die Welt, in der wir mit Kindern zusammen leben. Das ist nicht so einfach, denn eine pädagogische Einrichtung ist eine sehr komplexe Angelegenheit mit vielen verschiedenen Facetten. Kinder, Eltern, Mitarbeiter – alles muss unter einen Hut. Wenn man dann glaubt, das der Hut richtig sitzt, man also alles im Griff hat, kommt ein Rohrbruch, ein Mitarbeiter fällt aus oder irgendwas ganz Verrücktes passiert. Das alles kennen wir aus unserem Alltag. Gute Pädagogik zeichnet sich aber gerade dadurch aus, eine Balance zwischen Alltag und Anspruch zu finden.