Liebe Mitarbeiterinnen, liebe Mitarbeiter, liebe Dozentinnen und Dozenten und liebe Gäste, ich freue mich, Sie zur diesjährigen internen Fachtagung bei Klax begrüßen zu dürfen. Wir Klax ler genießen es, einmal unsere Alltagsroutinen zu unterbrechen, inne zu halten und uns frischen, fachlichen Input zu holen. Neue Ideen kennen lernen, interessante Theorien diskutieren, schon Gewusstes auffrischen, Kolleginnen und Kollegen treffen, Austausch pflegen und auch ein wenig entspannen, das sind die Ziele unserer sich jährlich wiederholenden Veranstaltung.

Bevor ich mich dem Thema unserer Fachtagung der Erziehungspartnerschaft widme, möchte ich Sie wie immer mit einem Helden aus einem Kinderbuch in den Tag geleiten. Ich habe Lütt Matten von Benno Pludra ausgesucht und die Geschichte von Lütt Matten beginnt so...

Es ist inzwischen zur guten Klax Tradition geworden, einmal im Jahr den Alltag ruhen zu lassen, damit Klax Mitarbeiter und interessierte Eltern zu einer zweitägigen Bildungsveranstaltung zusammenkommen können. Wie in jedem Jahr hat das Institut für Klax Pädagogik den nationalen und internationalen Bildungsmarkt durchstöbert, um die interessantesten und besten Dozenten der Branche für unsere Fachtagung zu engagieren. Dies scheint auch diesmal gelungen zu sein.

Ich beginne nicht ohne Grund mit einem Zitat von Astrid Lindgren. Zum einen ehrt die Welt diese außerordentliche Schriftstellerin in diesen Tagen anlässlich ihres Einhundertsten Geburtstages, zum anderen prägen die Bücher von Astrid Lindgren unser Zusammenleben mit Kindern, sei es als Eltern oder als Pädagogen.

„Klax bewegt sich“ ist das Motto des Bildungswettbewerbs und auch das Motto der Fachtagung. Meine Worte sollen Sie auf zwei interessante Tage einstimmen. Zwei Tage gefüllt mit Workshops und Diskussionen, voller Ideen und Anregungen, die von guten Gesprächen über Arbeitsergebnisse und Arbeitserlebnisse geprägt sein werden.

„Achtung spielende Kinder, lernende Kinder“ warnt uns der Titel auf dem Flyer. Ist es wirklich so klar, dass spielende Kinder lernen? Oder stehen nicht viele Erwachsene dem Spielen der Kinder eher skeptisch gegenüber? „Macht keinen Unsinn, seid nicht so laut, lasst die Büsche ganz, tönt es über manch einen Hof in Berlin. Klettert nicht auf die Mauer, räumt ja wieder auf…“ Dies und noch vieles mehr müssen sich auch heute noch Kinder anhören, die Drinnen wie Draußen ins Spiel vertieft sind.

Vor einigen Jahren haben wir noch dafür gekämpft, dass Kinderbetreuungseinrichtungen als Stätten des Lernens, quasi als Bildungsorte anerkannt werden. Wir Erzieherinnen haben diese Debatte geführt, da wir endlich eine angemessene gesellschaftliche Anerkennung bekommen wollten um nicht mehr die doofen Spieltanten zu sein. Heute glaube ich, dass es damals ein Fehler war in den Diskussionen Spielen gegen Lernen zu setzen.

Die Zukunft, das ist ein tolles Wort. Es klingt so optimistisch, so nach vorn gewandt und so erwartungsfroh. Doch die Zukunft bringt meistens etwas Neues mit sich. Mit dem Hereinbrechen der Zukunft verändern sich die Dinge. Je nach dem, wie der Mensch veranlagt ist, bewertet er diese Veränderung positiv oder negativ.

Vor 20 Jahren hatte ich einen Traum. Gar nichts Spektakuläres. Angesichts meiner Kinder und unserer Erlebnisse mit den Institutionen, Kindergarten und Schule, habe ich mich darüber gewundert, dass Bildung und Betreuung nicht für jedes Kind gut hinzukriegen ist. Als ehemalige Erzieherin und nun auch Mitarbeiterin einer Schule – ich gab Kunstkurse in einigen Schulen - war ich selbst Mitglied in diesem versagenden System. Damals dachte ich, es lag an der DDR. Nur wenige Monate später fiel die Mauer und ich hospitierte in Kindergärten und Schulen der BRD. Die Diagnose war die gleiche - sie kriegen es nicht hin! Jedenfalls nicht das, was ich mir als Mutter und Pädagogin von den Institutionen, Kindergarten und Schule, wünschte

Lieber Thomas,

wir kennen uns seit mehr als 30 Jahren. Das klingt nach einer ganzen Ewigkeit. 20 Jahre davon haben wir gemeinsam gearbeitet, an unserem Baby, unserem Lebenswerk: Wir nannten es Klax.