Antje Bostelmann und Michael Fink setzen sich in einem Gastartikel in der August-Ausgabe 23/2011 von "Frühes Deutsch", der Fachzeitschrift für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, mit der Herausforderung multilingualer Kindergruppen in Kindergarten und Vorschule auseinander.

Dabei durchleuchten die beiden pädagogischen Autoren besonders den kulturellen und identitätsstiftenden Aspekt des Spracherwerbs und heben dabei besonders die Rolle der Eltern gegenüber den Kindergärten hervor. Sie plädieren für Sprache als Medium nicht nur zur Kommunikation von Anweisungen (bisher fast 80 % des Gesprochenen in Kindergärten), sondern auch als sprachstimulierendes, indem Erzieher in jeder Tagessituation Sprachanlässe schaffen. Denn über Sprache können Kinder mitgestalten und Vergangenes ins gemeinsame Gedächtnis rufen. Ein Exkurs zu den Geschichtensäckchen, Erzählkarten und dem Buchprojekt zur Schaffung riesiger Geschichten-Bildbücher und ihrer Bedeutung als Sprach- und Erzählstimulus für Kinder schließt den Artikel ab.